Seenotkreuzer 20 m-Klasse


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"Theodor Storm"


Foto: © kli

Fahrzeugdaten
Fahrzeugtyp:Seenotkreuzer 20 m-Klasse
Baujahr:2011
Aufbau:Fassmer-Werft
zulässiges Gesamtgewicht:38 t (Verdrängung)
Statusim Dienst
weitere Information:Dritter Kreuzer seiner Klasse

Das Spezialschiff hat ein umfangreiches Erprobungsprogramm in der Nordsee unter zeitweise schweren Wetter- und Seegangsbedingungen absolviert. Das 1660 PS starke und 22 Knoten (= ca. 40 km/h) schnelle Schiff wird von einer drei Mann starken Besatzung gefahren.
Die Anforderungen an das Schiff liegen gezielt beim Einsatz im küstennahen Bereich auch bei geringen Wassertiefen. Mit einem Tiefgang von lediglich 1,30 Meter kann dieser Schiffstyp vor allem in Revieren eingesetzt werden, in denen größere Seenotkreuzer auf ihr Tochterboot angewiesen sind. Auf ein Wohndeck, wie es bislang auf Seenotkreuzern eingerichtet wurde, wurde verzichtet. Die Besatzung lebt nicht an Bord, sondern im Stationsgebäude in unmittelbarer Nähe des Liegeplatzes. I

Weitere besondere Merkmale des in Netzspantenbauweise konstruierten Schiffstyps sind der ergonomisch gestaltete Arbeitsplatz sowie eine umfassende Ausrüstung für die medizinische Erstversorgung an Bord. Eine Feuerlöschkreiselpumpe mit einer Förderleistung von 2300 Litern pro Minute kann bei Bränden auf See eingesetzt werden.

Das elektrische Bordnetz ist im Datenbussystem aufgebaut. Hierbei handelt es sich um ein spezielles Leitungssystem zum Austausch von Daten und Energie zwischen Steuerelementen und elektrischen Systemen wie dies in einem Computer, aber auch in Flugzeugen und immer häufiger in komplexen Maschinen und modernen Kraftfahrzeugen geschieht. Neben der erhöhten Betriebssicherheit führt dies zu einer deutlichen Gewichtseinsparung.

Neu ist auch der zum Einsatz kommende Typ eines offenen Arbeitsbootes in der für die Seenotkreuzer typischen Heckwanne mit Klappheck. Mit dem neuen, 30 Knoten (ca. 56 km/h) schnellen Arbeitsboot NIS PUK verfügt die THEODOR STORM über ein leistungsfähiges Einsatzmittel zur Assistenz bei Einsätzen und zum Befahren von Flachwassergebieten.

Der Hauptmotor der THEODOR STORM ist weitestgehend frei von Nebenaggregaten und steht damit praktisch ausschließlich für den Antrieb des hochfesten Propellers aus Kohlefaser zur Verfügung.

Ein hydraulisches System sorgt dafür, dass im Normalbetrieb immer ausreichend Energie für das elektrische Bordnetz, die Feuerlöschpumpe oder das Bugstrahlruder vorgehalten werden kann. Bei Ausfall der Hauptmaschine steht zudem ein hydraulischer Hilfsantrieb zur Verfügung, um den Seenotkreuzer sicher aus einem Gefahrenbereich und zurück in den schützenden Hafen zu fahren. Der Fahrzeugtyp ist wie alle Seenotkreuzer als Selbstaufrichter im Falle des Durchkenterns konzipiert.
Zur Wache:DGzRS Büsum